Logo der Universität Wien

!KRANKHEITSBEDINGT ABGESAGT! Prof. Dr. Thomas Heberer - "China nach dem 19. Parteitag: der chinesische Entwicklungsstaat 4.0 aus historischer und aktueller Sicht"

Datum: Freitag, 15. Dezember 2017

Zeit: 16:00

Ort: SIN 2, am Institut für Ostasienwissenschaften / Sinologie, Altes AKH, Campus, Spitalgasse 2, Hof 2, Eingang 2.3

 KRANKHEITSBEDINGT ABGESAGT!

Zum Verständnis der aktuellen politischen Entwicklung Chinas bedarf es eines konzeptionellen Rahmens. Zwei Ansätze bieten sich hier an: Einerseits der Ansatz des "Entwicklungsstaates", ursprünglich bezogen auf die Funktion des Staates in Entwicklungsprozessen in Ostasien. Diese Funktionalität bietet einen geeigneten Analyserahmen, der auf die innere Logik des Systems abhebt. Andererseits Entwicklungsvorstellungen wie sie von Ideengebern wie Liang Qichao (1873-1929) und Qian Mu (1895-1990) angeboten wurden und in gegenwärtige Entwicklungs- und Modernisierungskonzepte eingeflossen sind. Der "Chinese Dream" oder die Modernisierungskonzeptionen des gegenwärtigen Chinas basieren von daher auf Vorstellungen, die bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts von chinesischen Intellektuellen erörtert wurden und das Verhalten auch des gegenwärtigen Parteistaats maßgeblich mitgeprägt haben. Von diesen beiden Faktoren ausgehend versucht Thomas Heberer die Funktionalität des chinesischen Parteistaates und sein Verhalten sowie die jüngsten Beschlüsse des 19. Parteitags der KPCh zu entschlüsseln und in ein breiteres Verhaltensmuster einzuordnen.

Prof. Dr. Thomas Heberer studierte Politologie, Sinologie und Ethnologie in Frankfurt am Main, Göttingen und Heidelberg. 1989 habilitierte in Bremen. Im Jahre 1998 übernahm er den Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ostasien an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2009 ist er Co-Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr mit Sitz in Duisburg und betreut den Programmteil Politik und Gesellschaft Chinas. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Prozesse, Strukturen und Akteure des politischen und sozialen Wandels in China.

 

 

Institut für Ostasienwissenschaften / Sinologie
Spitalgasse 2
Hof 2, Tür 2.3
1090 Wien

T: +43-1-4277-438 DW 41/40
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0