Logo der Universität Wien

Die Kultur der Kulturrevolution

Personenkult und politisches Design im China von Mao Zedong

Alltagsobjekte und die vielfältigen Ausformungen der politischen Propaganda in der Zeit von 1966 bis 1976 sind Schwerpunkt dieser vom China-Experten und ehemaligen ORF-Journalisten Helmut Opletal kuratierten Ausstellung. Es war die Ära der Massenaufmärsche, der Roten Garden, eines beinahe religiös anmutenden Personenkults, aber auch politischer Verfolgungen von Intellektuellen und missliebigen Politikern. So hat die chinesische  „Kulturrevolution“ durchaus zwei Gesichter: die Suche nach einer egalitären und idealen Gesellschaft auf der einen Seite, menschenverachtende politische Kampagnen und die Zerstörung unschätzbarer Kulturgüter auf der anderen. In der Ausstellung werden diese widersprüchlichen Seiten der chinesischen Zeitgeschichte und Alltagskultur bewusst kritisch beleuchtet. Die gezeigten Gegenstände reichen von Mao-Abzeichen, Skulpturen, Plakaten und Fotodokumenten bis hin zu mit Mao-Bildern und vielfältigem Propagandadesign dekorierten Gebrauchsgegenständen, die damals bis in die letzten Winkel der chinesischen Gesellschaft drangen. Ein großer Teil der ausgestellten Stücke stammt aus der „Sammlung Opletal“, die das Museum für Völkerkunde 2005 erworben hat und die durch weitere Sammlungen und Zukäufe des Museums sowie private Leihgaben (unter anderem aus der „Sammlung Sigg“ chinesischer Avantgardekunst zum Thema „Kulturrevolution“) ergänzt werden.

Aus einem Funken kann ein Steppenbrand entstehen: Die Kulturrevolution im KinoFilmreihe in Zusammenarbeit des Filmarchiv Austria mit dem Museum für Völkerkunde, kuratiert von Chris Berry und Katja WiederspahnSie waren in Maos Kulturproduktion die beeindruckendsten, mit die mächtigsten Instrumente: bewegte Bilder. Die Retrospektive des Filmarchivs präsentiert selten oder noch nie in Österreich zu sehende Spiel- und Dokumentarfilme der chinesischen Kulturrevolution. Alle Filme werden in Originalsprache (Mandarin) mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Am 3. und 4. Juni öffnet Liu Debao, »The Red Collector« aus Shanghai, seine Sammlungen, kommentiert sie und projiziert im Metro Kino 8,75- und 16-mm-Filme.

Quelle: Völkerkundemuseum Wien

Nähere Information finden Sie hier.

Institut für Ostasienwissenschaften / Sinologie
Spitalgasse 2
Hof 2, Tür 2.3
1090 Wien

T: +43-1-4277-438 DW 41/40
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0